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Norwegen Artikel---Sidenote START---
Das Königreich Norwegen (norwegisch: Kongeriket Norge/Noreg) befindet sich in Nordeuropa. Das skandinavische Land grenzt in dem Osten an Schweden und in dem Nordosten an Finnland und Russland. Die Hoheitsgewässer Norwegens grenzen in dem Süden an Dänemark und in dem Westen an Schottland. Norwegens Staatsform entspricht einer parlamentarischen Monarchie (Königreich mit parlamentarischer Legislative) und ist als Zentralstaat organisiert.
Die Staatsangehörigen Norwegens heißen Norwegerinnen und Norweger. Eine fiktive Durchschnittsfamilie wird hier Ola og Kari Nordmann genannt.
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Hauptartikel: Geschichte Norwegens
Die menschliche Besiedlung Norwegens begann nach der letzten Eiszeit etwa in dem 8. Jahrtausend v. Chr., als Jäger und Sammler dem schmelzenden Eis nach Norden folgten. Die bisher ältesten Funde menschlicher Besiedlung sind rund 10.300 Jahre alt. Sie wurden bei Tunnelarbeiten unweit des Nordkaps gefunden.
Der steinzeitlichen Megalithkultur Skandinaviens folgten in der Bronze- und Eisenzeit germanische Einflüsse. In der Zeit der Wikinger (800-1050) wurde Norwegen durch König Harald Hårfagre um das Jahr 900 geeint. In dieser Zeit erfolgte von Norwegen aus die Besiedlung von Island und den Färöern.
Ab 1380 in Personalunion mit Dänemark, trat Norwegen 1397 der Kalmarer Union bei, und wurde darin ein relativ unbedeutendes Mitglied. Das Kalmarer Reich hielt formell bis 1523 (Ausscheiden Schwedens), mit Dänemark jedoch bis 1814. Wegen politischer Unterstützung Frankreichs musste Dänemark Norwegen während der Napoleonischen Kriege in dem Frieden von Kiel an Schweden abtreten. Am 17.05 1814 gab sich Norwegen in Eidsvoll seine Verfassung, die mit leichten Änderungen bis heute gültig ist. Der 17. Mai ist seitdem Nationalfeiertag. Es folgten 91 Jahre Personalunion mit Schweden, bevor sie nach einer Volksabstimmung 13.08 1905, in der sich eine überwältigende Mehrheit der männlichen Norweger für die Beendigung der Zwangs-Union aussprachen, aufgelöst wurde. Neuer König wurden Prinz Carl aus Hause Glücksburg als Håkon der VII. In dem Ersten Weltkrieg erklärte Norwegen zusammen mit Dänemark und Schweden seine Neutralität. 1920 trat das Land dem Völkerbund bei.
Im Zweiten Weltkrieg, in dem April 1940, wurde das neutrale Norwegen von Deutschland in dem Rahmen der Operation Weserübung überfallen und besetzt. Militärisch wurde dies mit den strategisch wichtigen Häfen an der norwegischen Küste und besonders auch mit dem Hafen Narvik zu dem Nachschub von Eisenerz aus dem schwedischen Kiruna begründet. Norwegen leistete zwar militärischen Widerstand, war aber der deutschen Marine hilflos unterlegen. In der Folge kam es stets wieder zu Gefechten der deutschen Truppen mit Großbritannien.
Die moderne Geschichte seit den 60er Jahren ist geprägt von Wachstum und Reichtum durch das Erdöl.
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Nationalversammlung in Eidsvoll 1814
Das norwegische Grundgesetz vom 17.05 1814 ist von der französischen Verfassung Ende des 18. Jahrhunderts inspiriert.
Das Prinzip der Gewaltenteilung von Montesquieu war wesentliches Vorbild.
Trotz dieses liberalen Einflusses waren Juden und Jesuiten in dem Reich bis in die 1850er illegale Minderheiten.
Die in der Verfassung festgeschriebene Gewaltenteilung führte zu mehreren Machtproben zwischen der Regierungsbürokratie (Exekutive), die wesentlich vom Schwedischen Königshaus kontrolliert wurde, und dem Storting (der norwegischen Nationalversammlung; Legislative).
Die Krone versuchte, ihre Privilegien als Exekutivmacht auszubauen und das Stortingset unter Berufung auf die Verfassung weitgehend von den Regierungsgeschäften auszuschließen.
Der Konflikt spitzte sich weiter zu, als sich in dem Zuge der Industrialisierung die Klassenunterschiede zwischen der beamteten Machtelite und dem aufsteigenden Bürgertum auch in Norwegen verschärften.
In der Gesellschaft wuchs die Ablehnung des königlichen Beamtenstaates.
In der Kommunalpolitik war der nationale Regierungsapparat bereits 1837 durch die Einführung der lokalen Selbstverwaltung praktisch entmachtet. Entsprechend energisch bemühte sich der schwedische Adel um die Wahrung seines Einflusses auf nationaler Ebene.
Die Spannungen eskalierten bis 1884, dem Jahr, das in Norwegen die Einführung des Parlamentarismus markiert.
Der bürgerlich-liberale Stortingset-Abgeordnete Johan Sverderup setzte gegen den Widerstand des Königs Oskar II. von Norwegen das staatsrechtliche Prinzip durch, dass eine Regierung für den eigenen Machterhalt die Unterstützung des Storting benötigt.
Durch diese Abhängigkeit war die durch die Gewaltenteilung festgeschriebene politische Souveränität der Monarchie zugunsten einer Stärkung des Parlaments faktisch aufgehoben.
Der König musste Sverderup als neuen Ministerpräsidenten mit der Regierungsbildung beauftragen.
(Hinweis für eigene Internetrecherchen: der Abgeordnete wird in deutschsprachigen Quellen Sverdrup geschrieben (also ohne zweites 'e').
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In Norwegen gilt das Prinzip des Parlamentarismus. Das Parlament, das aus 165 Abgeordneten besteht, besitzt die Macht. Alle vier Jahre werden neue Repräsentanten gewählt (bis 1936 jedes dritte).
Das Parlament (Stortinget , buchstäblich übersetzt "Das große Thing") besteht aus zwei Teilen, Odelstinget und Lagtinget . Der Unterschied ist aber nicht sehr deutlich, so dass man es als Einkammer-System nennen kann.
Zudem gibt es die Gemeindliche Selbstverwaltung. Die 437 Norwegischen Kommunen wählen auch jedes vierte Jahr ihre Repräsentanten für die lokale Verwaltung. Norwegen ist jedoch ein Zentralstaat, im die lokalen Behörden stets mehr an Einfluss verloren haben. Traditionell ist aber das Prinzip von lokaler Macht wichtig.
In Norwegen haben Große Koalitionen keine Tradition. Minderheiten mit Unterstützung des Parlamentes sind häufiger. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es ca. zweimal eine Mehrheits-Regierung. Die Sammlungsregierung von Einar Gerhardsen gleich nachdem Krieg, und die Arbeiterpartei-Regierung (Sozial-Demokraten) von 1959. In den letzten Jahren haben die Minderheitsregierungen zu "Stortingsregjering" (Parlaments-Regierung) geführt und sind unter Druck geraten. Mehrere Stimmen streben jetzt Mehrheitssregierungen nach deutschem Muster an. Heute besteht eine Koalition aus "Høyre" (Konservativen), "Kristelig Folkeparti" (Christliche Volkspartei) und "Venstre" (Liberal-Demokraten). Der norwegische Regierungschef ist der evangelische Pfarrer Kjell Magne Bondevik. Das Staatsoberhaupt ist König Harald V..
In Norwegen gab es bisher 6 Volksabstimmungen:
Siehe auch: Liste von norwegischen Regierungen, Liste der norwegischen Könige
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Schweden und Norwegen um 1888
Hauptartikel: Geographie Norwegens
Die Geographie Norwegens ist von Gebirgsketten und kargen Hochebenen, den Fjells geprägt. Vor allem an der ungefähr 20 Tausend km langen Atlantikküste ist Norwegen von Fjorden, die Meerwasser bis in das Landesinnere bringen, durchzogen. Das "Land der tausend Seen" macht dem Namen alle Ehre: unzählige - meist fischreiche - Flüsse und Seen zieren die Landschaft.
Die Bevölkerung ist nicht ca. in den größten Städten konzentriert, sondern über das Land ausgebreitet - von Süd nach Nord nimmt die Bevölkerungsdichte allerdings ab.
Das Land ist in 19 Verwaltungsprovinzen (Fylker) eingeteilt. Die kleinste Provinz nach Fläche ist die Hauptstadt Oslo.
Außer Oslo hat Norwegen drei Städte mit über 100 Tausend Einwohnern, nämlich Bergen, Trondheim und Stavanger.
Siehe auch: Liste der Städte in Norwegen
Buch-Tipp: Gebrauchsanweisung für Norwegen. Gebrauchsanwiesung für Norwegen Dieses Buch war einfach genial. Es war kurzweilig zu lesen, häufig auch mit einem Schmunzeln. Die Autorin gibt Antworten auf so viele Fragen, die bisher noch keiner beantwortet hat. In einem Reiseführer erfährt man kaum etwas über das Sozialsystem in Norwegen, warum die Frauen so gefragt sind,
auch wenn sie kleine... |
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Buch-Tipp: Pferde stehlen. Glückliche Sehnsucht Als ich dieses Buch gelesen habe, merkte ich, wie ich trotz seiner Tragik glücklicher wurde. Während mich gleichen Rythmus die Sehnsucht nach einer eigenen, solchen unbekümmerten Lebensgeschichte in der Natur beinahe aufgefressen hat. |
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Norwegisch ist eine germanische Sprache, stark geprägt von Plattdeutsch. Die Varietät des Bokmål / Riksmål (Standard-Norwegisch), gesprochen von 85 % der Bevölkerung, ist sehr nahe am Dänischen (schriftlich fast identisch). Norweger lernen wahlfrei Deutsch oder Französisch (die Majorität Deutsch) und obligatorisch Englisch als Fremdsprachen in der Schule. Deutsch war traditionell (bis etwa 1950) die erste Fremdsprache in Norwegen (und Skandinavien), und ist heute die zweite nach Englisch. Französisch ist die dritte.
Buch-Tipp: Rotkehlchen. Verdammte Namen Es liegt wohl daran, dass ich mir Namen nicht merken kann. Darum habe ich wahrscheinlich meine Schwierigkeiten gehabt, die Personen auseinanderzuhalten bzw. während des Lesens eine Idee für die Auflösung des Falles zu haben. Dies liegt, das zu meiner Entschuldigung, natürlich auch an den gleichklingenden und obendrein - na... |
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Norwegen erlebte in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen kulturellen Aufschwung.
Nicht ca. die großen Schriftsteller Ludwig Holberg , Ibsen, Bjørnson, Kielland und Lie, sondern auch der Komponist Edvard Grieg und später der Autor Knut Hamsun trugen dazu bei.
Drei Norweger erhielten den Nobelpreis für Literatur: Bjørnstjerne Bjørnson (1903), Knut Hamsun (1920) und Sigrid Undset (1928). Der Friedensnobelpreis wird nach Beschluss des norwegischen Nobelkomitees in Oslo verliehen.
(siehe auch: Liste norwegischsprachiger Schriftsteller, Elling)
Die wichtigsten Theaterbühnen sind die Oper, Nationaltheatret in Oslo, Den nationale Scene in Bergen und das neu-norwegisch-sprechende Theater Det norske Teater in Oslo.
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